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Ratgeber · Zimmer und Gästewechsel

Abreisezimmer und Bleibezimmer: Was ist anders?

Bei der Zimmerreinigung im Hotel entscheidet der Zimmerstatus über den Auftrag: Abreisezimmer werden für neue Gäste vorbereitet, Bleibezimmer während des laufenden Aufenthalts gepflegt. Hier sehen Sie die Unterschiede und eine praktische Kontrollliste.

Mitarbeiter sortiert frische Handtücher auf einem Etagenwagen im Hotelflur.
Redaktion: Ostsee PerleAktualisiert am

Zimmerreinigung im Hotel: Der Status bestimmt den Auftrag

Ein Abreisezimmer wird erst zur Reinigung freigegeben, wenn der bisherige Gast ausgecheckt hat. Danach soll der vereinbarte Zustand für eine neue Belegung hergestellt werden. Ein Bleibezimmer wird dagegen während eines laufenden Aufenthalts gepflegt. Gepäck und persönliche Gegenstände können im Raum sein, der Gast kann die Reinigung ablehnen oder einen anderen Zeitpunkt wünschen. Deshalb reicht die Zimmernummer auf einer Arbeitsliste nicht aus: Die Reinigungsart muss erkennbar sein. Dieser Status beschreibt zunächst die Aufgabe, noch nicht deren vollständigen Umfang.

Abreisezimmer und Bleibezimmer im direkten Vergleich

Die Übersicht beschreibt die beiden Aufgaben im Housekeeping. Der konkrete Umfang wird im Reinigungsplan des Hotels festgelegt. Ein Wäschewechsel nach jeder Abreise ist etwas anderes als ein während des Aufenthalts vereinbarter Wechselrhythmus.

Arbeitsbereiche bei Abreise und laufendem Aufenthalt
Bereich Abreisezimmer Bleibezimmer
Zugang Erst nach bestätigtem Check-out und Freigabe. Zugangswunsch und Nicht-stören-Hinweis beachten.
Bett und Textilien Für die neue Belegung nach Zimmerstandard vorbereiten. Bettpflege und Wechsel nach Hausregelung bzw. Gästewunsch.
Persönliche Dinge Fundstücke über den Hotelablauf melden. Private Gegenstände nicht eigenmächtig umräumen.
Bad und Boden Vereinbarte Flächen für den nächsten Aufenthalt reinigen. Zugängliche Flächen bearbeiten und Hindernisse melden.
Gästeartikel Vorgesehenen Bestand für neue Gäste herstellen. Vereinbarte Artikel nachfüllen.
Abschluss Reinigung kontrollieren, offene Arbeiten vor Freigabe melden. Ausführung oder nicht möglichen Zugang dokumentieren.

Abreisezimmer: auf den nächsten Aufenthalt vorbereiten

Bei einem Gästewechsel wird geprüft, welche Aufgaben für die neue Belegung erforderlich sind. Im vereinbarten Umfang können dazu das Abziehen und Beziehen der Betten, Badreinigung, Oberflächen und Boden gehören. Zusätzliche Schlafplätze, benutztes Geschirr oder eine Küchenzeile sind nicht allein durch die Bezeichnung Abreisereinigung geregelt. Solche Punkte gehören ausdrücklich in die Arbeitsbeschreibung. Werden zurückgelassene Gegenstände gefunden, wird der vorgesehene Meldeweg des Hotels genutzt. Eine spontane Entsorgung vermeintlich unwichtiger Dinge ist keine gute Arbeitsgrundlage.

Bleibezimmer: den Aufenthalt respektieren

Bei der Bleibezimmerreinigung kann ein Tisch mit persönlichen Gegenständen belegt sein oder Kleidung auf dem Bett liegen. Hier braucht es klare Grenzen für die Reinigung. Der Hausstandard sollte festhalten, welche Flächen bearbeitet werden können und wann Rücksprache erforderlich ist. Auch die Handhabung eines Nicht-stören-Hinweises muss eindeutig sein. Statt das Zimmer stillschweigend als gereinigt zu markieren, wird ein fehlender Zugang entsprechend dokumentiert und weitergegeben. So kann die Rezeption einen späteren Zeitpunkt klären.

Warum die Arbeitsliste beide Reinigungsarten trennen sollte

Wenn ein Hotel nur „24 Zimmer“ meldet, fehlen wesentliche Angaben zur Planung. Sind darunter überwiegend Abreisen oder bleiben die meisten Gäste? Gibt es Familienzimmer, Suiten oder Apartments? Müssen einige Zimmer früher bereit sein? Eine brauchbare Übersicht verbindet Zimmernummer, Reinigungsart und Priorität. Sie braucht für den täglichen Arbeitsablauf in der Regel keine vollständigen Namen oder privaten Angaben der Gäste. Die zuständige Stelle des Hotels muss außerdem wissen, wie Änderungen nach Beginn der Schicht übermittelt werden.

Ein Beispiel für eine Übergabe

Angenommen, in einer Planung stehen zwölf Abreisen und acht Bleibezimmer. Zwei Abreisen werden später frei, bei einem Bleibezimmer wird zunächst kein Zugang gewünscht. Die Arbeitsliste sollte diese drei Abweichungen zeigen. Die übrigen Zimmer können nach der abgestimmten Priorität bearbeitet werden. Wenn das Hotel anschließend eine frühere Ankunft meldet, muss daraus eine klare Änderung der Priorität werden. Dieses Beispiel beschreibt einen Ablauf, keine Vorgabe für Personalstärke oder benötigte Minuten. Beides hängt unter anderem von Ausstattung, Fläche, Umfang und Wegen ab.

Zeitbedarf nicht aus einer einzigen Zahl ableiten

Eine allgemeine Minutenangabe kann die Bedingungen des Hauses nicht ersetzen. Ein großes Bad, mehrere Schlafplätze, empfindliche Materialien oder lange Wege zum Lager verändern den Aufwand. Für die Planung sind Beobachtungen im konkreten Betrieb hilfreicher: Welche Aufgaben wurden erledigt, welche Unterbrechungen gab es und welche Zimmerart war betroffen? Abreise- und Bleibezimmer sollten getrennt betrachtet werden. Bei einem externen Angebot muss der gleiche Umfang verglichen werden, damit sich aus einer unterschiedlichen Bezeichnung kein falscher Preisvergleich ergibt. In der Hotelreinigung lässt sich der Zeitbedarf daher besser je Zimmerkategorie und Reinigungsart dokumentieren als für alle Räume zusammen.

Vor einer Beauftragung gemeinsam klären

Ein kurzes Gespräch über Zuständigkeiten verhindert viele Unklarheiten. Halten Sie die Antworten so fest, dass sie im Alltag auffindbar sind. Änderungen des Hausstandards sollten auch bei der Reinigung ankommen.

  • Wer bestätigt, dass ein Abreisezimmer betreten werden darf?
  • Wie werden Nicht-stören-Hinweise und abgelehnte Reinigungen zurückgemeldet?
  • Welche Wäsche wird wann gewechselt und wo bereitgestellt?
  • Welche Aufgaben gelten für Zusatzbetten, Küchen und weitere Räume?
  • Wer nimmt Hinweise zu Fundstücken und technischen Schäden entgegen?
  • Wer kontrolliert die Reinigung und wer gibt das Zimmer zur Belegung frei?

Kurze Arbeitskontrolle für die Zimmerreinigung

Die folgende Liste kann als Ausgangspunkt für eine betriebliche Checkliste dienen. Sie ist ein Redaktionsbeispiel, kein festgelegter Hotelstandard und keine Vorgabe für eine bestimmte Arbeitszeit.

  • Zimmernummer, Reinigungsart und Zugang vor Beginn abgleichen.
  • Passende Textilien und getrennte Arbeitsmittel für die Bereiche bereitlegen.
  • Beauftragte Aufgaben an Bett, Bad, freien Oberflächen und Boden ausführen.
  • Gästeartikel im vorgesehenen Umfang auffüllen.
  • Sichtkontrolle aus Sicht des ankommenden oder bleibenden Gastes durchführen.
  • Offene Arbeit, Fundstück oder Schaden getrennt melden; Zimmerstatus aktualisieren.

Vom Vergleich zum passenden Reinigungsauftrag

Eine Zimmerreinigung im Hotel sollte beide Reinigungsarten benennen. Für eine Reinigungsfirma für Hotels ist dann erkennbar, welche Aufgaben regelmäßig und welche beim Gästewechsel anfallen. Die Seiten Abreisereinigung und Bleibezimmerreinigung erläutern diese Leistungsbereiche. Wenn zusätzlich Etagenorganisation und Wäscheübergaben dazugehören, ist Housekeeping für Hotels der passende Einstieg. Nennen Sie bei einer Anfrage Ihren Standort und den tatsächlich benötigten Umfang.

Weiterführende Fachinformationen

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